Die deutschen Handballer verlieren im zweiten EM-Vorrundenspiel am Samstagabend gegen Serbien den Faden und das Spiel, am Ende heißt es 27:30 (17:13). Besonders bitter: Bundestrainer Alfred Gislason klaut mit einer Auszeit ein Tor.
Beim Stand von 25:26 drückte der Isländer an der Seitenlinie auf den Timeout-Buzzer, Millisekunden bevor Juri Knorr zum vermeintlichen Ausgleich traf. Das Tor wurde zurückgenommen, der folgende Angriff vergeben, Serbien zog mit zwei Toren Abstand davon. Das ganze inmitten des entscheidenden 4:0-Laufs der Serben, der sie von 24:25 (54. Minute) auf 28:25 (60.) und die Siegerstraße brachte.
Serbien: Milosavljev (12 Paraden, davon 1 Siebenmeter), Cupara; Vorkapic 6, Kojadinovic 6, Pechmalbec 5, Dodic 4, Vanja Ilic 3/2, Nemanja Ilic 2/1, Kukic 2, Dukic 1, Marsenic 1, Jevtic, Damjanovic, Tasic, Borzas, Mitrovic
Deutschland: Späth (7 Paraden), Wolff (4 Paraden, davon 1 Siebenmeter); Schluroff 6, Uscins 6, Knorr 5, Zerbe 4/2, Semper 3, Köster 2, Golla 1, Häseler, Kiesler, Dahmke, Mertens, Fischer, Grgic, Kohlbacher
Schiedsrichter: Adam Biro / Oliver Kiss (Ungarn)
Strafminuten: 6 – 4
Zuschauer: 9310 (Herning)
Text: Sportschau, kicker
Foto: Sascha Klahn

